Eröffnungskonzert Bergstadtsommer 2016

Eröffnungskonzert Bergstadtsommer 2016
Eröffnungskonzert / St. Georgener Konzerte

Johann Seb. Bach Orchestersuite No 1 in C-Dur für Streicher, 2 Oboen, Fagott und Bc
Overture – Courante – Gavotte I / II – Bourrée I / II – Passepied I / II

Antonio Vivaldi Fagottkonzert in e-moll
Allegro poco – Andante – Allegro

Johann Seb. Bach Konzert f. Violine, Oboe und Orchester
Allegro – Adagio – Allegro

Pause

Antonio Vivaldi Fagottkonzert in a-moll
Allegro molto – Andante molto – Allegro

Benjamin Britten Simple Symphony
Boisterous Bourrée.Allegro ritmico – Playful Pizzicato. Presto possibile – Sentimental Saraband. Poco lento e pesante – Frolicsome Finale. Prestissimo con fuoco

Antonio Vivaldi „Der Sommer“ aus „Vier Jahreszeiten“
Allegro non molto – Adagio – Presto

Ausführende:
Anne Angerer, Oboe
Gesa Jenne-Dönneweg, Violine
Hanno Dönneweg, Fagott
Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
Karsten Dönneweg, Leitung

Das Bayerische Kammerorchester mit Residenz im idyllischen Kurort Bad Brückenau (BKO) hat sich seit seiner Gründung 1979 mit innovativen Projekten ein spezifisches Profil erworben. Das Orchester besteht aus hervorragenden Berufsmusikern des mitteleuropäischen Raumes, die sich immer wieder zu neuen Projekten als Orchester und in Kammermusikensembles zusammen finden.
Das BKO arbeitete und arbeitet mit zahlreichen auf ihre Weise außergewöhnlichen Persönlichkeiten zusammen, u. a. mit Dave Brubeck, Jacques Loussier, Gerhard Polt, Peter Schreier, Mikis Theodorakis, Morton Feldman, Arvo Pärt, Karl-Heinz Stockhausen und Pierre Boulez. In jüngster Zeit profiliert es sich verstärkt auch im klassischen Segment, wie die Konzertprojekte mit Nils Mönkemeyer, Daniel Müller-Schott, Albrecht Mayer, Radovan Vlatkovic, Sergej Nakariakov und weiteren namhaften Solisten der Gegenwart bezeugen. Seit 2012 ist Johannes Moesus Chefdirigent des BKO.
Das Orchester wurde in seiner mittlerweile über 35-jährigen Geschichte u. a. mit dem Bayerischen Staatsförderpreis, dem Friedrich-Bauer- Preis, dem Siemens-Kulturförderpreis und dem Kulturpreis des Bezirks Unterfranken ausgezeichnet. Neben eigenen Konzertreihen in Bad Brückenau und Auftritten im süddeutschen Raum spielt das BKO auf traditionsreichen Konzertpodien Deutschlands und Europas. Zudem bestätigen Rundfunkproduktionen und CD-Aufnahmen seinen hohen künstlerischen Rang, seine Klangkultur und seine große Flexibilität in Repertoire und Besetzung.

Die gebürtige Berlinerin Anne Angerer begann ihre Laufbahn an der Spezialschule für Musik und studierte später bei Volkmar Besser an der Musikhochschule in Berlin. Im Jahre 1995 wurde sie Stipendiatin der Orchester-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters mit Studium bei Albrecht Mayer.Im Alter von 17 Jahren war Anne Angerer bereits erfolgreich beim Internationalen Wettbewerb in Markneukirchen. Weitere Preise in der Kategorie Bläserquintett folgten beim Internationalen ARD-Wettbewerb München und beim Deutschen Musikwettbewerb Bonn.Erste Orchestererfahrungen sammelte sie unter anderem im Gustav-Mahler-Jugendorchester. Im Jahre 1993 bekam Anne Angerer ihren ersten Aushilfsvertrag als stellvertretende Solo-Oboe am Volkstheater Rostock. Daran schloss sich ein Praktikum beim Berliner Sinfonie-Orchester an und zur Spielzeit 1997/98 die Position der Solo-Oboistin, die Anne Angerer seit 1998 im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart bekleidet.

Gesa Jenne-Dönneweg bekam im Alter von fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht an der St. Georgener Jugendmusikschule. Nach Ihrem Abitur studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart in der Geigenklasse von Professor Wilhelm Melcher, dem Primarius des Melos-Quartett.
Daraus resultierte ein reges Interesse an der Kammermusik, speziell am Streichquartettspiel, und so war Gesa Jenne-Dönneweg jahrelang erste Geigerin des Gideon-Quartetts mit zahlreichen Auftritten im In- und Ausland. 1992 wurde das Gideon-Quartett Preisträger des internationalen Kammermusikwettbewerbs in Lodz/Polen.
Ihr Studium setzte Gesa Jenne-Dönneweg bei Professor Winfried Rademacher und Professor Sergej Kraftschenko am Tschaikowsky-Konservatorium im Moskau fort, begleitet von Meisterkursen bei Wolfgang Marschner (Freiburg) und Dorothy DeLay (New York).
Regelmäßig tritt sie als Solistin mit verschiedenen Orchestern auf, so mit dem Rundfunkorchester Sofia/Bulgarien, dem Karlsruher Kammerorchester und dem Bruckner-Sinfonieorchester Stuttgart.
Seit Januar 1997 spielt sie in der ersten Geigengruppe des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und lebt mit ihrer Familie in Bad-Cannstatt.
Den ersten Fagottunterricht erhielt der 1977 geborene Hanno Dönneweg bereits mit neun Jahren an der Jugendmusikschule St. Georgen. In den Jahren 1993 bis 1997 studierte er am Badischen Konservatorium Karlsruhe, an der Musikhochschule Köln/Aachen und an der Musikhochschule Stuttgart, ehe er 1998 an die Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler‘ in Berlin wechselte. Seine Lehrer waren Prof. Klaus Thunemann, Prof. Sergio Azzolini und Oscar Bohórquez. Hanno Dönneweg war Stipendiat der Herbert v. Karajan Stiftung der Berliner Philharmoniker sowie des Deutschen Musikwettbewerbs und Mitglied der Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“.
Hanno Dönneweg trat bei den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, den Schwetzinger SWR Festspielen und den Ittinger Pfingstkonzerten (Schweiz) auf und musizierte mit Künstlern wie Jacques Zoon, Heinz Holliger, Radovan Vlatkovic, Leonidas Kavakos und Sabine Meyer.
Hanno Dönneweg spielte solistisch mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Orquesta Sinfonica de la Ciudad de Asunción in Paraguay, dem Folkwang Kammerorchester Essen, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim sowie dem Arcata Kammerorchester Stuttgart unter Dirigenten wie Eiji Oue, Tatsuya Shimono, Sigiswald Kuijken, Michael Sanderling, Johannes Moesus und Patrick Strub.
Seit August 2002 ist Hanno Dönneweg Solo-Fagottist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR.

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